Kolping

Reges Interesse am dritten Förderschulberufemarkt

Paderborn. Bereits zum dritten Mal fand der Berufemarkt speziell für Schülerinnen und Schüler von Förderschulen aus dem Kreis Paderborn in den Räumlichkeiten des Kolping Berufsförderungszentrums Paderborn in der Otto-Stadler-Straße 9 statt. Veranstaltet wurde der Förderschulberufemarkt gemeinsam vom Schulamt des Kreises Paderborn und dem Kolping Berufsförderungszentrum Paderborn/Höxter.

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Als Vertreter der beiden Veranstalter begrüßten Paul Krane-Naumann, Leiter des Kolping-Berufsförderungszentrums Paderborn/Höxter, und Schulamtsdirektorin Rita Lackmann vom   Schulamt des Kreises Paderborn die zahlreich erschienen Gäste. Frau Lackmann stellte die besondere Bedeutung des Berufemarktes speziell für Förderschüler heraus und sagte: „Dieser Berufemarkt ist ein wichtiges Angebot zur Berufsorientierung benachteiligter Jugendlicher“. Unterstrichen wurde diese besondere Bedeutung auch dadurch, dass erneut der Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW, Karl-Josef Laumann, die Schirmherrschaft übernommen hatte, und auch durch die Anwesenheit vieler hochrangiger Gäste aus der heimischen Politik und Wirtschaft sowie der Kammern. Kreisdirektor Heinz Köhler, IHK-Geschäftsführer Jürgen Behlke, Salzkottens Bürgermeister Michael Dreier, Dieter Rempe von der Agentur für Arbeit Paderborn sowie Hermann-Josef Bentler von der ARGE Paderborn ließen sich die Veranstaltung genau so wenig entgehen wie der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Paderborn, Dietrich Honervogt, der zudem „sein“ Bäckerhandwerk mit einem eigenen Ausstellungsstand präsentierte.

Danach nutzen einige Berufswahlkoordinatoren der anwesenden Förderschulen die Gelegenheit, verschiedene Schulprojekte vorzustellen. Henry Dreyer referierte über das Projekt „StartKlar“ der Sertürner-Schule und der Pauline-von-Mallinckrodt-Schule, Andreas Brücke (Almeschule Büren) berichtete von den „Schülerfirmen im Kreis Paderborn“, ehe Hildegard Ebe (Meinwerkschule), gleichzeitig auch Mitorganisatorin des Förderschulberufemarktes, den Anwesenden das Projekt „Komm auf Tour“ näher brachte.

Anschließend folgte der Fachvortrag von Fritz Mollemeier, Ausbildungsberater der IHK Paderborn. Zunächst stellte er neue Berufe vor, die in den letzten 3 Jahren vom Berufsbildungsausschuss genehmigt wurden, unter anderem der Fachwerker für Küchen-, Möbel- und Umzugsservice, der Fahrzeugpfleger und der Hauswartgehilfe, während der Beruf des Elektrogeräterzusammenbauers erst noch den Ausschuss passieren muss. „Ein Problem für Jugendliche ist, dass die Berufe nicht genügend bekannt sind. Aber die Kammern arbeiten dran, den Bekanntheitsgrad zu steigern und jedem den passenden Beruf zugänglich zu machen“, so Mollemeier.

Nach den vielen lobenden Worten hatten die Gäste dann bei einem Rundgang über den Förderschulberufemarkt Gelegenheit, sich ein Bild von der Praxis zu machen. Zahlreiche Firmen, die zum Teil schon seit Jahren mit dem Kolping-BFZ kooperieren, stellten ihre Ausbildungsberufe vor und boten die Möglichkeit, einen „Praxisparcours“ zu durchlaufen. Obwohl dieses Angebot eher für die Schülerinnen und Schüler der anwesenden Förderschulen gedacht war, ließ sich der ein oder andere Ehrengast nicht nehmen, selbst einmal an einer Station seine praktischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.

Völlig ausgebucht war auch der Fortbildungs-Workshop für Lehrerinnen und Lehrer an Förderschulen, die sich von Josef Peitz, Doris Fromm und Doris Hampel über gesetzliche Grundlagen, schulische und praktische Anforderungen während der Ausbildung und  Anforderungen in den Prüfungen an den Beispielen Verkaufshelfer(in) und Metallbearbeiter(in) anschaulich informieren ließen.

Auch für die interessierten Eltern gab es erneut die Möglichkeit, sich über die Berufswahlmöglichkeiten ihrer Zöglinge zu informieren. Lehrgangsleiter und Organisator Josef Peitz übernahm täglich von der „Informationszentrale am Bauwagen“ aus diese Führungen über den Berufemarkt.

Überwiegend begeistert zeigten sich auch die Förderschülerinnen und – schüler, da für nahezu jeden das passende Berufsfeld präsentiert wurde, sodass auch in diesem Jahr sehr viele interessante Gespräche geführt und Informationen gegeben werden konnten.

Folgende Schulen waren in diesem Jahr mit von der Partie: Pauline von Mallinckrodt Schule, Liboriusschule, Meinwerkschule, Gesamtschule Elsen, Sertürner Schule, Hermann-Schmidt-Schule (alle Paderborn), Almeschule, Moritz-von-Büren-Schule (beide Büren), Philipp-von-Hörde Schule (Delbrück), Don Bosco Schule (Salzkotten), Comenius Schule (Bielefeld Sennestadt), Krollbachschule (Hövelhof), Hauptschule Niederntudorf, Schloss Hamborn (Borchen) sowie die Berufsvorbereitungs-Lehrgänge des Kolping BFZ von Frau Neudorf (BvB) und Frau Meier (BvB Reha).

Text: Ulrich Kell

Foto: Robert Klose

Bildunterschrift: Paul Krane-Naumann (Kolping Berufsförderungszentrum Paderborn/Höxter) und die Schulamtsdirektorin Rita Lackmann (Schulamt des Kreises Paderborn, rechts) eröffneten vor zahlreich erschienen Gästen den dritten Paderborner Förderschulberufemarkt.

 

 

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