Kolping Berufsförderungszentrum Paderborn/Höxter
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Das Kolping Berufsförderungszentrum Paderborn/Höxter wurde 1970 gegründet. Über die anfangs internatsmäßige Unterbringung von Teilnehmern mit Praktikaphasen im Handwerksbildungszentrum Paderborn, der Deutschen Gerätebau in Salzkotten und anderen Betrieben (LVE-Lehrgang, MBSE-Lehrgang und Sprachlehrgänge für Aussiedler und Kontingentflüchtlinge) nahmen die Mitarbeiter/innen in den 80er Jahren Teilnehmer/innen im Berufsförderlehrgang (BFL) auf. Seit 1989 wurden alle Teilnehmer/innen in einem überbetrieblichen Zentrum in der Robert-Koch-Straße in Paderborn praktisch und theoretisch geschult. Im Jahr 1991 konnte das Berufsförderungszentrum eine erste Kooperation mit der Agentur für Arbeit Paderborn eingehen. Über die Berufsberatung wurden zwölf Auszubildende in eine außerbetriebliche Ausbildungsgruppe im Bereich Hauswirtschaft aufgenommen (BAE Hauswirtschaft). Diese Jugendlichen wurden praktisch und theoretisch im Jugendwohnheim in der Gesellenhausgasse und in der Gaststätte im „Kolpinghaus“ ausgebildet. Über die Regionaldirektion Düsseldorf und die Berufsberatung beteiligte sich das Kolping Bildungszentrum an einem bundesweiten Modellversuch für schwer lernbehinderte Jugendliche, aus dem die F3-Lehrgänge und der heutige I 18-Lehrgang hervorgingen. 1994 übernahm das BFZ Paderborn/Höxter erstmals einen Förderungslehrgang für 72 Jugendliche mit Internat. Dies bedeutete, dass das BFZ erweitert wurde um den Standort in der Otto-Stadler-Straße in Paderborn. Neben dem Jugendwohnheim in der Gesellenhausgasse wurden außerdem noch Räumlichkeiten im Clementinum in Bad Driburg gemietet, welche nach jüngst erfolgter, umfangreicher Renovierung heute als modernes Jugendwohnheim genutzt werden. In den folgenden Jahren bis heute wurde das Lehrgangsangebot für vornehmlich jugendliche Teilnehmer und Teilnehmerinnen in den drei Bereichen Berufsvorbereitung, Berufsausbildung sowie Übergang zwischen Schule und Beruf ständig erweitert und dem Bedarf des Arbeitsmarktes gemäß aktualisiert. Verschiedene berufvorbereitende Förderungslehrgänge (BVB-Lehrgänge) wurden nach differenzierten Konzeptionen durchgeführt, um Teilnehmern und Teilnehmerinnen nach Beendigung ihrer Schulpflicht eine berufliche Orientierung und Berufswahl zu ermöglichen. Diese Maßnahmen wurden sowohl in externer Form als auch mit Internatsunterbringung in unseren Jugendwohnheimen durchgeführt. Die hauswirtschaftliche Ausbildung wurde um eine weitere BAE-Gruppe am Standort Bad Driburg vergrößert. Der Bereich der Kooperativen Reha- Ausbildung mit praktischem Ausbildungsteil im Betrieb und sozialpädagogischer Begleitung durch das KBO wurde eingerichtet und stark ausgebaut. In Bad Lippspringe wurde die Integrationsfirma „Die Brücke“, eine Wäscherei und Heißmangel, für teilleistungsgeschwächte Jugendliche und Erwachsene gegründet. Seit 2002 wurde ferner eine Reha- Ausbildungsgruppe für Bau- und Metallmaler aufgebaut. Im Bereich der Maßnahmen im Übergang zwischen Schule und Beruf finden alljährlich Kompetenzchecks für Schüler und Schülerinnen von Abschlussklassen statt, bei denen diese ihre berufliche Eignung auf verschiedenen Gebieten testen lassen können. Auch werden hierzu in Bad Driburg Projektwochen für Schulklassen zur Feststellung beruflicher Möglichkeiten durchgeführt. In der Maßnahme „Start off“ durchlaufen schulmüde Jugendliche statt des zehnten Pflichtschuljahres eine schulische und werkpraktische Orientierung, die individuell zugeschnitten berufliche Perspektiven eröffnen soll. Ebenso erhalten Jugendliche im BFZ die Möglichkeit, ein Werkstattjahr zu absolvieren, um bestimmte Berufsfelder zu erproben. Im Kreisgebiet Höxter wird ferner das Projekt „Erfolgreich in Ausbildung“ durchgeführt, das ein systematisches Übungsmanagement im Übergang zwischen Schule und Beruf zum Ziel hat. In jüngster Zeit kamen weitere qualifizierende Maßnahmen für arbeitslose Jugendliche und junge Erwachsene dazu, die eine erfolgreiche berufliche Integration der Teilnehmer/innen fördern sollen. In diesem Sinne führt das BFZ auch Integrationskurse für Menschen mit Migrationshintergrund in Paderborn, Delbrück, Salzkotten und Hövelhof durch, in denen das Erlernen der deutschen Sprache das angestrebte Ziel ist. Hervorzuheben ist, dass dem BFZ dieses vielfältige Lehrgangsangebot nur ermöglicht wird durch das hervorragende Zusammenwirken mit unseren Kooperationspartnern aus der Region und darüber hinaus. Arbeitsagentur, ARGE, Stadt und Kreis, Jugendhilfe, BAMF, die Schulen des Kreises Paderborn und weitere Ämter und Institutionen unterstützen uns konstruktiv bei der Planung und Durchführung unserer Maßnahmen. Während des Lehrgangs werden unsere berufsschulpflichtigen Teilnehmer/innen von der Förderschule Haus Widey und dem Berufskolleg des KBBW Brakel in den Räumlichkeiten unserer Einrichtung vor Ort beschult, so dass auch zwischen dem BFZ und den Berufsschulen eine enge Kooperation besteht. Im BFZ Paderborn/Höxter stehen ca. 70 Mitarbeiter/innen für die Aufgabe zur Verfügung, ca. 350 junge Menschen in ihrem persönlichen und beruflichen Werdegang zu begleiten. Freude und Respekt im Umgang mit Menschen zeichnet ein kompetentes Team von Kollegen und Kolleginnen aus, das mit Flexibilität, Engagement und Einsatzkraft um ein aktuelles Lehrgangsangebot bemüht ist, zu dem die Teilnehmer/innen herzlich willkommen sind. In Orientierung am Leitbild unseres Gründers Adolph Kolping stellen wir den Jugendlichen in den Mittelpunkt unseres Denkens und Handelns. Anknüpfend an seine Stärken und Kompetenzen gestalten wir mit ihm einen individuellen Lehrgangsverlauf nach seinen jeweiligen individuellen Bedürfnissen, um in angemessenen Förderschritten eine erfolgreiche persönliche und berufliche Weiterentwicklung eines jeden Einzelnen zu erzielen. |
